Startseite   |   Kontakt   |   Fachkreise   |   Impressum   |   AGB   |   Datenschutz   |   Newsletter

Krieg und Panik

Das Erbe der Kriegsgeneration

Auf dieser Welt geht nichts verloren. Alle unerledigten Dinge fallen den Menschen solange auf die Füße, bis sie sich ihrer widmen und die Dinge klären. Wir erleben das zum Beispiel an der Zunahme von Angst und Panikstörungen ohne unmittelbare Ereignisse damit in Verbindung bringen zu können. Wenn die eigene Biographie keine Hinweise auf Lebensbedrohung liefert, gründet sich Angst und Panik auf einer Erinnerung eines anderen Menschen, dessen Träger der Betroffene ist.
Die Kriegsgeneration hatte bis heute in Deutschland so gut wie keine Möglichkeit, ihre Erlebnisse auch nur ansatzweise angemessen zu artikulieren, geschweige denn zu verarbeiten. Das Recht darauf wurde Ihnen verweigert und ihre Geschichten wollten nur wenige hören. Ich selbst hatte als Jugendlicher viel Zeit mit meinem Opa verbracht, der mir von seinen Erlebnissen an der Ostfront erzählte und froh war, dass sein Enkel so wissbegierig war. Das war in den Siebzigerjahren noch unverkrampft möglich, obgleich bereits damals wirkliches und kritisches Nachfragen, weder erwünscht, noch gefördert wurde. Immerhin wurde das Fragen zugelassen; das ist heute völlig anders.
Viele dieser Menschen sind bereits tot oder warten in sogenannten Seniorenheimen auf ihren Tod und nehmen dann ihre Erinnerungen mit ins Grab. Damit ist die Geschichte aber nicht vorbei. Im Gegenteil: Sie setzt sich in der Regel in der Enkel- oder Urenkelgeneration fort. Die Nachfahren tragen das energetische Erbe und drücken die Speicherungen ihrer Vorfahren aus. Diese äußern sich auch im Bereich von Weiblichkeitsstörungen, wenn die Erinnerungen an eine oder mehrere Vergewaltigungen gespeichert sind. Nicht selten ist dieses Phänomen mit Depressionen verknüpft, die sich wie eine mächtige Wolke über die Betreffende stülpt und den Lebensmut untergräbt. Wurden Menschen gefoltert oder getötet, drücken sich diese Speicherungen an jenen Körperstellen aus, die damals davon betroffen waren. Je nach Tiefe und Heftigkeit können diese unerlösten Konflikte, die hinter den Speicherungen stecken, in der Gegenwart chronische Entzündungen oder autoaggressive Prozesse verursachen. Auf diese Weise wird der Zusammenhang zwischen Eindruck und Ausdruck sichtbar, für den, der vernetzt denken oder die systemische Verbindung fühlen oder wahrnehmen kann.
Es geht im Prinzip darum, das Wesen des Erbes zu verstehen und dieses Erbe über den Absender an den Ursprung zurückzugeben. Denn von dort kommt es, und dorthin sollte es zurückkehren. Erst dann ist der sichtbare Ausdruck beendet.


Können diese Dramen beendet werden?
Ja, in dem der Ausdruck als erinnerter Speicher erkannt, verstanden und angenommen wird, denn alle Systeme sind kohärent und suchen somit nach Ausgleich. Die Inhalte wollen gesehen und geachtet werden. In einem bewussten Versöhnungsprozess kann die freigesetzte Energie verwandelt werden. Das, was war, kann nicht verändert werden, wohl aber die gespeicherte Erinnerung. Diese wirkt solange, bis sie transformiert wird, denn es handelt sich letzten Endes um Energie, die weder hergestellt, noch zerstört werden kann. Daher macht es keinen Sinn, sie zu bekämpfen.

Für einen solchen Prozess braucht es zunächst einmal ein Verständnis für diese Zusammenhänge. Wer das nicht nachvollziehen kann, darf oder will, wird diese Speicherung bis zum eigenen Ende tragen und an seine Nachfahren übergeben. Wem dieser Zusammenhang einleuchtet, kommt nicht umhin, sich mit seinem Erinnerungsspeicher auseinanderzusetzen, in dem diese Informationen abgelegt wurden. Dabei helfen energetische Schlüssel, die die Türe zu diesem Raum öffnen. Die Herausforderung besteht dabei darin, die Konfrontation mit den Erinnerungen seines Vorfahren zu ertragen und solange auszuhalten, bis alle Energie verwandelt ist. Es macht keinen Sinn, davor wegzulaufen, sondern der Betroffene sollte sich dem stellen. Therapeutisch verlangt es dem Begleiter einiges ab, wenn er den Prozess flankieren will oder muss. Er braucht nur da sein und sollte nicht eingreifen.

Kann ein solcher Prozess mit ResonanzMitteln begleitet werden?
Ja, eine Begleitung macht deswegen Sinn, weil sie nichts wegdrückt oder unterdrückt, also den Menschen nicht davon abhält, das wirksame Thema am Ausdruck zu hindern. Sie stellen probate Werkzeuge da, um im ersten Schritt die Türe zu dem Speicher zu öffnen.

Bewährt haben sich diese beiden Mitte, die im täglichen Wechsel sowohl unter die Zunge, als auch in die Herzregion gesprüht werden:

- Kinder-Komplex
- alpha-Komplex

Beide Mittel katalysieren nicht nur den Öffnungsprozess, sondern sie begleiten den gesamten Klärungs- und Versöhnungsprozess und stützen den Betroffenen während der Konfrontation mit den Speicherungen. Alle Maßnahmen machen Sinn, die den Prozess hilfreich begleiten, ohne ihn zu konterkarieren oder gar zu untergraben oder zu sabotieren. Heilung kann nur auf der emotionellen Ebene und nicht auf der mentalen oder intellektuellen Ebene erreicht werden. Es ist daher wenig hilfreich, den Verstand zu bemühen, denn er ist der Sachwalter der Speicher. Solange er diese Räume kontrolliert und unter Verschluss hält, kann sich nichts Wesentliches verändern. Der Transformationsprozess kann nur über die Emotionalebene vollzogen werden.

Die dabei fließenden Tränen können im zweiten Schritt zur unmittelbaren Nacharbeit herangezogen werden, in dem diese einem alchemistischen Prozess unterworfen werden. Bei der Wasserdampfmazeration der Tränen gehen die gespeicherten Inhalte in das Destillat über und können als individuelles ResonanzMittel zum Einsatz kommen. Dadurch können die inhaltlichen Verknüpfungen mit dem Menschen, der das Erbe übergeben hat, gelöst werden.
Das unmittelbare Nacherleben mit anschließenden Versöhnungsritual löst dann die energetische Verbindung, so das am Ende des Prozesses der Eine vom Anderen getrennt wird und jeder sein Leben lebt und sein eigenes Schicksal erfüllt.

Lesetipp

Hier finden Sie ein Interview zu diesem Thema.

Zurück