Was sind wir? Woher kommen wir?
Wie teilen wir uns auf – und wie fügen wir uns wieder zusammen?
Wie werden wir wieder einig – in uns und mit uns selbst?

Viele Lehren sprechen vom Großen Geist oder davon, dass alles Geist sei. Dann wiederum wird die Seele in den Mittelpunkt gerückt – wesentlich und unersetzlich, wenn wir von einem vollständigen Menschsein ausgehen. Und immer wieder hören wir den Satz, der beinahe mantrisch nachklingt: Du  bist  nicht  dein  Körper. Doch ohne diesen Körper würden sich all diese Fragen gar nicht stellen. Was bin ich also ohne ihn? Bin ich Geist? Seele? Oder ein Ausdruck von etwas, das sich durch beides erfährt? Und bin ich dann überhaupt, ohne diese Form?

Noch spannender wird es, wenn wir das Bewusstsein hinzunehmen. Dieser übergeordnete Begriff, diese alles durchdringende Instanz – ein verbindendes Prinzip, das allem zugrunde liegt. Dieser Faktor, der fortwährend neue Faktoren hervorbringt – als Ausdruck seiner selbst und um sich durch sie zu erfahren.

Wir sagen: Ich bin mir meiner bewusst. Ich handle bewusst, spreche, atme, lebe bewusst.
Doch ist das wirklich so? Oder erschließt sich uns vieles erst nach und nach und zwar aus dem, was wir Unterbewusstsein nennen? Vielleicht sind wir uns also gar nicht von Anfang an so bewusst,
sondern erinnern uns Schritt für Schritt.

Und dann sprechen wir davon, unser Bewusstsein zu erweitern. Ja, Bewusstseinserweiterung ist längst zum Warenprodukt geworden. Doch lässt sich Bewusstsein überhaupt erweitern, oder ordnen wir uns vielmehr in etwas Größeres ein? Unterbewusstsein- Bewusstsein – Überbewusstsein – ein und dasselbe Feld, vielleicht nur in unterschiedlichen Ebenen erfahrbar.

Wir stoßen dabei auf bekannte Bilder: den Schleier lüften, Licht und Schatten, Integration, Transformation, Wandlung, sogar das Verlassen der Matrix. All das führt zu einem Ziel, oder auch zurück zu einem Punkt – dem Sein.

Wenn alles, was ist, aus Bewusstsein hervorgeht, wenn Sein, Bewusstsein und das, was wir Gott nennen, untrennbar miteinander verbunden sind, dann sind diese Drei in sich Eins.

Dann sind sie dreieinig.

 

Wie gelangen wir also dahin, für diese Dreieinigkeit in unserem irdischen Dasein eine Entsprechung – und darüber hinaus eine erfahrbare Schnittstelle – zu finden?

Diese Schnittstelle lässt sich vereinfacht als Begegnung zweier Dreiecke darstellen, deren Spitzen aufeinander zulaufen. Der Punkt, den sie teilen, wird dabei zum gemeinsamen Zentrum: der Punkt aus der übergeordneten Betrachtung und der Punkt aus der irdischen Entsprechung fallen hier zusammen. In diesem Punkt wird sichtbar, was zuvor getrennt erschien: das Übergeordnete und das Irdische sind sichtlich im selben Ursprung vereint. Gleichzeitig entsteht eine Art Passage, fast wie eine Sanduhr, die beide Ebenen miteinander verbindet.Und diese Darstellung ist nicht neu. In vielen Lehren begegnen uns zwei Dreiecke, die ineinandergreifen und sich zu einem Stern verbinden – ein Symbol, das häufig dem Herzraum zugeordnet wird. Doch statt bei der Form zu bleiben, lohnt es sich, den Blick in die Mitte zu richten: Was geschieht dort, wo sich beide Prinzipien durchdringen? Hier entsteht ein Raum, ein inneres Gefüge, das Verbindung ermöglicht und eine hexagonale Struktur bildet.

Um diese Schnittstelle nicht nur bildlich zu erfassen, sondern tatsächlich zu verstehen und zugänglich zu machen, braucht es einen genaueren Blick auf ihre Bestandteile. Wir nähern uns den drei relevanten Ebenen so weit an, dass wir sie in ihre jeweiligen Komponenten aufschlüsseln. Wir betrachten, was sie sind, in welchem Zusammenhang sie stehen und wodurch sie wirken. Jede dieser Komponenten trägt eine Entsprechung in den beiden anderen. So entsteht ein Geflecht aus drei Grundprinzipien, ihren jeweiligen Ausprägungen und den Beziehungen, die sie miteinander verbinden. Vereinfacht dargestellt ließe sich dies mit einem Ahnenstammbaum vergleichen – nur, dass dieser drei Ursprünge hat: drei „Eltern“, neun „Großeltern“, siebenundzwanzig „Urgroßeltern“ und so weiter.
Präziser zeigt sich dieses Zusammenspiel jedoch im Modell des Reaulaux-Dreiecks. Im Schmelztiegel von drei Ebenen entsteht im Zentrum ein besonderer Raum, das Tetrahedron. Dabei handelt es sich nicht um eine starre, lineare Form. Seine Flächen sind nicht rein geometrisch gedacht, sondern tragen eine konvexe Wölbung und eine Bewegung, die eher an Kurven und Kreise erinnert. So entsteht kein geschlossenes Konstrukt, sondern ein lebendiger und voluminöser Raum. Ein Gebilde, das sich nicht nur berechnen, sondern erfahren lässt. Gerade diese Eigenschaft macht es zu einem „Schmuckstück“, das, was wir als Relais des Seins betrachten können. Der Punkt der Verschmelzung, an dem sich sowohl das Immaterielle im Materiellen erfahrbar macht, als auch das Materielle im Immateriellen, wie z.B. – Körper, Geist und Seele – Ich war, ich bin, ich werde – Festes, Flüssiges, Gasförmiges – Kupfer, Silber und Gold – …

 

 Ab hier verlasse ich die reine Theorie und wende mich der Praxis zu, dem, womit diese Arbeit in Zukunft wirken wird.

Inspiriert von den Ausführungen und der besonderen Arbeit von Tim von Lindenau haben sich in mir zahlreiche Zusammenhänge erschlossen. Es war, als setzen sich Zahnräder blitzartig in Bewegung, Funken schlagend.

Zu diesem Zeitpunkt war ich eigentlich damit beschäftigt, meine Recherchen zu ordnen und in eine Schriftform zu bringen. Was zunächst als Arbeit gedacht war, begann sich bereits zu einem Buch zu entwickeln. Doch die daraus entstehenden Erkenntnisse gingen weit darüber hinaus – ebenso wie der Rahmen, den ein einzelnes Buch hätte fassen können.

Gleichzeitig veränderte sich mein Leben grundlegend, als Carsten seinen Körper verließ. Seitdem widme ich mich seiner Arbeit und trage sie weiter in die Welt. Aus dieser Verbindung heraus wurde es mir möglich, die Parameter dieses „Relais des Seins“ in eine praktische Form zu überführen, in das, was wir liebevoll unsere Resonanz-Wässerchen nennen.

Nichts geschieht ohne Grund: Auch hierfür zeigte sich ein Schlüssel, ein Impuls, der bereits seit 2019 im Labor angelegt war und auf seine Vollendung wartete. Dieser Schlüssel bildet nun die Grundlage und wird in die Konzeption und Schöpfung seines größeren Gegenstücks einfließen: den Dreieinigkeits-Komplex.

Finde nun zurück zum Anfang dieses Beitrags und blicke noch einmal auf die Eingangsfragen.

Lass dich durch sie – und durch den Dreieinigkeits-Komplex – auf eine Reise führen und folge deinem offenen Geheimnis: ich bin in mir einig!