04445-961491  Resonalogic | Hauptstraße 33 | 49429 Visbek
Sie sind hier: Startseite » Infos » Fundgrube

Missbrauch

Missbrauch im Allgemeinen bedeutet, etwas zur Durchsetzung eigener Ziele gegen seine Bestimmung zu benutzen. Der Missbrauch eines Menschen ist ähnlich gelagert. Einen Menschen zu missbrauchen bedeutet, ihn zur Befriedigung meiner Bedürfnisse oder zur Verfolgung meiner Ziele zu benutzen. Der Missbrauch von Menschen bezieht sich hierbei nicht nur auf die sexuelle Variante, sondern auf alle Formen von Benutzung. Wer die Ursachen und Hintergründe beleuchtet, findet in der Geschichte der Betroffenen stets eine Verbindung zum erlebten Missbrauch. Da Missbrauch immer auf Durchsetzungsfähigkeit beruht, braucht derjenige, der missbraucht, die Macht, es tun zu können und auch zu dürfen. An dieser Stelle wird eine der Hauptursachen offenkundig. Obwohl Missbrauch mit Macht und Dominanz zu tun hat, beruht sie im Kern auf einer ausgeprägten Schwäche, die durch Macht und Dominanz kompensiert wird. Es neigen nämlich Menschen, die sich selbst klein und unbedeutend fühlen, zum Missbrauch. Nur so ist für sie der Schmerz, der durch Unterwerfung und Kleinhalten hervorgerufen wird, zu ertragen.

Warum missbraucht ein Vater seine kleine Tochter sexuell? Weil er selbst missbraucht wurde und darüber hinaus Kinder nie jemanden zurückweisen und der Vater selbst Zurückweisung erfahren hat. Da Missbrauch stets auf dem Humus von Missbrauch wächst und gedeiht, kann diese Ereigniskette nur durch Erkennen und Klären der gespeicherten Geschichte unterbrochen werden. Solange der Nährboden bestehen bleibt, ändert sich an den Auswirkungen und Konsequenzen nichts Wesentliches. Es macht daher keinen Sinn, Missbrauch zu bekämpfen, da dieser als Ausdruck von wirksamer Geschichte verstanden werden sollte. Missbrauch kann nur überwunden werden, wenn es gelingt, die Kausalkette zu unterbrechen und die Speicherungen zu verwandeln. Das zwanghafte Erlernen oder Adaptieren von Verhaltensänderungen in der klassischen Therapie mag zwar kurzfristige Linderung hervorrufen, doch am Grundphänomen ändern sie nichts.

Missbrauch liegt auch dann vor, wenn Eltern ihre Kinder benutzen, um eigene unerfüllte Wünsche zu realisieren, indem sie ihre Erwartungen auf ihren Nachwuchs projizieren, die dann das tun sollen, was ihnen, warum auch immer, nicht gelang oder verwehrt wurde.

Wenn homosexuelle Paare einen Samenspender oder eine Leihmutter benutzen, um ein Kind zu bekommen ist das Kindesmissbrauch in Reinform, weil dieses Kind benutzt wird, um großen Mangel zu kompensieren. Homosexuelle haben einen Weg gewählt, der die eigene Nachkommenschaft ausschließt. Mit ihnen stirbt dann ihre eigene Familienlinie aus. Das gilt es zu akzeptieren und ist ganz nebenbei eine Form der Geburtenkontrolle.

Der Kinderwunsch von alleinstehenden Frauen, die eine Samenspende eines fremden Mannes benutzen, um schwanger zu werden, ist gleichsam Kindesmissbrauch, weil dieses Kind benutzt wird, um eigenen Mangel zu kompensieren. Dieses Kind ist dann nicht um seiner selbst da, sondern um einen Willen der Frau zu erfüllen. Nicht wenige Menschen zerbrechen dann später an der Unwissenheit ihrer Herkunft, wenn ihnen nicht gelingt herauszubekommen, wer der Vater ist.

Wenn Missbrauch auf Resonanz beruht, bedeutet das konsequenterweise, das es zwischen dem, der missbraucht, und dem der missbraucht wird eine gemeinsame geschichtliche Verbindung existiert. Die Frage, auf welche Erfahrung ein kleines Kind zurückblicken könnte, das missbraucht wurde, ist nur zu beantworten, wenn der Blick auf andere Inkarnationen gerichtet wird. Wer sich eine solche Form der Lebenserscheinung nicht vorstellen kann oder will, kommt an dieser Stelle nicht weiter.

Wie kann das Missbrauch-Thema geklärt werden?
In dem die Beteiligten oder Betroffenen sich ihrer in ihnen gespeicherten Geschichte bewusst werden und sich mit den Inhalten auseinandersetzen. Es reicht dabei keineswegs zu wissen, dass Missbrauch vorliegt, und nur darüber zu sprechen, sondern die Konfrontation muss auf der Emotionalebene stattfinden, denn nur da können die Bilder gesehen und letzten Endes versöhnt werden. Jede Regung, die dort gespeichert wurde, muss zum Ausdruck kommen dürfen und das sollte ausgehalten werden, sonst bleibt die Speicherung aktiv. Alle intellektuellen Ansätze sind hierbei von vornherein zum Scheitern verurteilt, da diese im Hirn konstruiert werden und kein Erleben ermöglichen. Auch ein einfaches Vergebungsritual wird nicht funktionieren, da die dort gesprochenen Worte keine gefühlten Inhalte transportieren.
Die größte Hürde wird sein, seinen Eigenanteil an diesem Drama zu sehen, zu fühlen und anzuerkennen. Es nützt nichts, die Dinge so zurechtzulegen, wie sie am bequemsten erscheinen. Dann bleibt alles beim Alten und das Thema wird an die nächste Generation weitergegeben. Menschen, die missbraucht werden, können kein Selbstbewusstsein ausbilden und bleiben emotional verschlossen und reduziert. Das Gefühl, nichts wert zu sein und als Mensch keine Beachtung zu finden, schafft die Basis für Selbstüberhebung und Selbstinszenierung, die ihnen erlaubt, gesehen zu werden. Da die Selbstverachtung nicht geheilt ist, resultiert die Verachtung des Gegenüber und mitunter die Ausbildung von Empathielosigkeit, die es erlaubt, andere Menschen zu erniedrigen und zu missbrauchen.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie auf dieser Webseite lesen, erklären Sie sich mit der Nutzung ausdrücklich einverstanden. Weiterführende Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.