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Schicksal

Zuversicht

Feiger Gedanken
Bängliches Schwanken,
Weibisches Zagen,
Ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.

Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme der Götter herbei!

Das, was Johann Wolfgang von Goethe mit diesen Zeilen 1778 zum Ausdruck brachte, war ein Appell an den erwachsenen Menschen, sich auch in Zeiten höchster Not aufrichtig zu verhalten und sich selbst treu zu bleiben. Sein Gedicht versteht sich als Gegenstück zum vorgeblichen Fatalismus, sich zu ergeben, ohne sich zu äußern.

Ansicht

Die Frage ist, ob Leben einer unausweichlichen Bestimmung folgt, oder ob menschliches Tun in irgendeiner Weise einen Einfluss haben kann oder wird. In der Mythologie sind es die Schicksalsgottheiten Tyche, Fortuna, Moiren, Parzen, Namtaru, Urd, Verdandi und Skuld, die dem Menschen seine Bestimmung (Auftrag, Aufgabe) „schickt“. In der Philosophie geht es in diesem Zusammenhang um die Stellung und die Bewertung des Zufalls im Verhältnis zu einer vorgeblich freien Willensentscheidung.

Unterstellt man einen externen Gott als einzig wirksame Kraft, ist Schicksal deterministisch, denn alles Wollen ist dieser Kraft unterworfen. Unterstellt man hingegen einen internen Gott inwendig in jedem selbst, ist Schicksal kohärenter Ausdruck des eigenen Tuns und Seins. Das, was einem Menschen widerfährt, ist dann letztlich die Rückkopplung auf eine erfolgte Aussendung. Wer Welt als ein zusammenhängendes System unterschiedlicher Ausdrucksformen begreift, kann nachvollziehen, dass ein solches System nur dadurch aufrecht erhalten bleibt, in dem Ungleichgewichte nach Ausgleich suchen und sich dieses System über diesen Ausgleich organisiert und stabilisiert.

Im Unterschied dazu bietet der Hinduismus mit Karma ein weiteres spirituelles Konzept. Dieses Modell beruht auf einem Pflichtenkanon, der für jedes Individuum Gültigkeit besitzt. Dieser Kanon beinhaltet Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld, Selbstkontrolle, Mildtätigkeit und Gastfreundschaft. Jeder Mensch ist demnach Ausdruck seines eigenen kosmischen und sozialen Gesetzes, das es zu erfüllen gilt. Dieses Konzept geht davon aus, dass die Erfüllung dieser Tugenden ausschlaggebend dafür ist, ob Taten gutes oder schlechtes Karma bewirken. Das Karma-Modell ähnelt dem Schicksal-Modell von Ursache und Wirkung, unterscheidet sich allerdings darin, spezielle Vorgaben oder Aufgaben erfüllen zu müssen. Die vorgeblichen Verpflichtungen entspringen einer moralischen Diktion und sind nicht Ausdruck eines allgemeinen Ethos, der sich aus dem Bild des geistig spirituellen Lebewesens ergibt. Die moralische Diktion wird vorgegeben, Ethos entspringt hingegen dem erkennenden Selbst, das keinerlei Vorgaben benötigt. Das allerdings setzt einen mit seiner Quelle verbundenen Menschen voraus, der ohne Bedingung weiß, dass er immerwährend begründet ist und sein Tun stets vertritt und auch verantwortet. Ein Selbstgewisser beruht auf einem universellen Ethos, dessen Ausdruck er ist. Ein Selbstgetrennter hat keinen Zugang zu diesem Ethos. Ihm bieten die dialektische ausgerichtete Soziologie und die monotheistischen Religionen über die Moral nicht nur Erklärungen für die Rätsel des Leids und der Ungleichheit an, sondern auch Konzepte für deren Überwindung. Diese kann er nur glauben, wenn er ihnen vertraut oder ablehnen, wenn er etwas anderes weiß.

Aussicht

Gibt es nun einen Unterschied zwischen Zufall und freiem Willen?
Wer sich dem Zufall wörtlich nähert stellt fest, dass da etwas ist, das ihm zugefallen ist. Es handelt sich also um ein Ereignis, das weder beliebig noch bedeutungslos ist. Wenn also etwas zufällt und sich im Wirklichkeitsfeld des Betroffenen befindet, bietet es Anlass zu folgender Frage: Warum begegnet es mir und gerade jetzt? Oder: Was habe ich damit zu tun? Wenn jeder Mensch Schöpfer seiner eigenen Wirklichkeit ist, ist er damit auch gleichzeitig Schöpfer des Feldes, in dem er wirkt und das auf ihn wirkt. Beides sind lediglich zwei Aspekte der selben Wirklichkeit. Dieser Ansatz geht von dem Primat der Ganzheit aus, in dem nichts verschwindet, sondern sich über verschiedene Wege äußert, wenn das dahinterliegende Anliegen aktiv und damit wirksam ist. Dieses Modell geht von der Prämisse aus, dass über das menschliche Leben dasselbe Prinzip zum Ausdruck kommt. Wir wissen aus der Physik, dass Energie weder hergestellt, noch zerstört, sondern lediglich umgewandelt werden kann. Das bedeutet, das mit dem Tod zwar die jeweilige körperliche Manifestation über Verwesung zerfällt, das energetische Wesen allerdings weiter existiert und mit seinen Erfahrungen zur Quelle (SELBST) zurückkehrt. Will, muss oder soll dieser spezielle Aspekt des SELBST noch etwas lernen, wird dieses energetische Wesen im Rahmen einer Konzeption (Befruchtung einer Eizelle) durch eine spezifische elektromagnetische Frequenz aufgerufen und inkarniert dann erneut als Seele mit ebendieser Frequenz. Das geschieht innerhalb der ersten 72 Stunden nach der Befruchtung. Diese Beseelung ist die Voraussetzung für das Heranwachsen zu einem voll ausgebildeten Menschen. Das bedeutet, dass dieses Kind genau in das Feld hineinwächst, das seinem Lehrplan und Seelenauftrag entspricht. Über das eigene SEIN schöpft er auch gleichzeitig das Feld, seinen Weg darin, und damit letzten Endes seine Bestimmung.

Was bedeutet das konkret?

Hat ein Mensch einem anderen Menschen in einem früheren Leben großen Schaden zugefügt, werden sich beide solange wieder begegnen, bis ein Ausgleich hergestellt wird.

Absicht

Schicksal ist nicht nur zufällig, sondern auch selbst hervorgerufen. Schicksal ist das konsequente Ergebnis ausgleichender Kräfte in einem energetischen System, hinter dem eine spezifische Absicht zum Ausdruck kommt, die es einerseits zu entschlüsseln und dann zu erfüllen gilt. Dazu ist Haltung notwendig, die über den Charakter zum Ausdruck kommt. Dieser Charakter zeigt sich aber erst in der Not. Die Arme der Götter sind übrigens keine anderen als die eigenen.

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